Warum es nicht Mallorca sein muss

Platz

Ohne Buch im Urlaub geht nichtsWenn man den meisten jungen Menschen vorschlägt, Urlaub in Spanien zu machen, fallen meist zuerst die Ziele Barcelona und Mallorca. Partys, Schlager, viele Deutschsprachige… es ist ja inzwischen für Viele eine zweite Heimat geworden. Dabei gibt es noch ganz andere Möglichkeiten mit ganz anderen Reizen – und von einer möchte ich euch hier berichten.

La isla bonita – ein Song von Madonna, aber dahinter steckt die grüne Insel der Kanaren: La Palma. Hier bin ich vor fast 21 Jahren geboren worden. Mit einer Fläche von 708km² eine eher kleine Insel, was ihrem Charme aber nichts anhaben kann. La Isla de San Miguel de La Palma, wie ihr vollständiger Name lautet (bezogen auf den Erzengel Michael) ist die nordwestlichste der Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean und gehört zur Provinz Santa Cruz de Tenerife.

Knapp hinter Bali

Laut der UNESCO ist La Palma die drittschönste Insel der Welt und trotzdem vergleichsweise unbekannt. Meiner Meinung nach hat sie diesen Titel aber auch mehr als verdient. Mit 40% Waldbedeckung ist sie die vegetationsreichste Insel der Kanaren und wird deswegen auch Isla Verde genannt. Im Gegensatz zu ihrem betörenden Grün mit all den Lianen und Wasserfällen stehen aber ihre schwarzen Strände mit dem petrolblauen Wasser und den rauen Felsküsten. Das kommt daher, dass La Palma eine der geologisch jüngsten Inseln der Kanaren ist, deren Vulkanismus an vielen Kratern und Lavaströmen entlang der Vulkanroute auf der Cumbre Vieja und dem großen Krater der Caldera de Taburiente noch sichtbar ist, und man praktisch überall nur Vulkangestein sieht.

WellenbrecherKlitschnass von der Gischt am Strand

Die Strände der Insel sind wirklich wunderschön. Der Kontrast des schwarzen Sandes zum blauen Wasser ist einmalig. Dann die Palmen, gebogenen Bäume, Sonnenschirme aus Schilf und singenden Palmeros dazu… ich könnte die ganze Zeit nur schwärmen. Besonders beliebt sind die Strände von Tazacorte und Los Llanos mit den quadratischen Wellenbrechern, aber die einsamen und abgelegenen Buchten, die man mit etwas Geschick finden kann, haben noch ihre ganz eigenen Reize. Trotzdem ist La Palma eigentlich zu schade für einen reinen Badeurlaub, es gibt einfach zu viel zu entdecken. Wanderungen auf dem Vulkankrater, Delfine, riesige Bananenplantagen, bunte Feste, Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben ist und so viel mehr.

Ruhe und Frieden

Glücklicherweise ist der Massentourismus an La Palma vorbeigegangen, sodass viele Orte noch ganz in ihrer Ursprünglichkeit verblieben sind. Klar, wer wirklich auf der Suche nach möglichst viel Alkohol, lauter Musik und nackter Haut ist, für den ist die Insel wohl eher nicht das richtige Ziel. Aber wer doch dazu bereit ist, den Alltag und das typisch deutsche Leben für eine Weile hinter sich zu lassen, der ist hier richtig. Das Handy verliert an Bedeutung, man nimmt Menschen und die Umgebung schnell ganz anders wahr und sieht auch, mit was ein Mensch schon zufrieden und wirklich glücklich sein kann – und ich denke, das würde den meisten von uns doch ganz gut tun.

 

– Fortsetzung folgt –

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