La Isla Verde und La Isla Bonita

Platz

Lianen und RiesenfarneWie versprochen folgt hier der zweite Teil zu unserem La Palma Urlaub, einschließlich einiger persönlicher Empfehlungen. Im ersten Beitrag habe ich euch eher Allgemeines zu der Insel erzählt und wie begeistert ich von diesem Ort bin. Heute möchte ich euch aber genauer erzählen, wie unser Urlaub dort abgelaufen ist.

Eine der vielen Wanderrouten
Wanderweg durch die Vulkanlandschaft

Da ich in meinem Leben bisher nur sehr wenig geflogen bin (Ich kann mich an volle drei Mal erinnern :D), war ich am Abflugtag allein deswegen schon ziemlich nervös, aber auch, weil ich endlich meinen Geburtsort wiedersehen würde. Immerhin war ich viele Jahre nicht mehr dort gewesen und kannte das meiste nur von Fotos und Erzählungen. Mit Eurowings sind wir gegen 13 Uhr dann gelandet und ich kann euch sagen, die Landung dort ist schon beeindruckend. Eine ziemlich kurze Landebahn, die direkt am Meer endet – das steigert den Nervenkitzel nochmal. Mal abgesehen davon, dass die Insel aus der Luft natürlich einen wunderschönen Anblick bietet.

Unsere Unterkunft

Nach der Landung ging es kurze Zeit später (und zwar wirklich kurze Zeit später, denn der Flughafen dort ist verhältnismäßig klein und war seeehr leer) zum kleinen Transferbus und dann zum Hotel. Den Transfer hätten wir uns aber eigentlich auch sparen können, da unser Hotel

Fließende Wolken
Der Wolkenwasserfall

in knapp 30 Minuten fußläufig erreichbar gewesen wäre. H10 Taburiente Playa de los Cancajos – ein vier Sterne Hotel im Ort Cancajos. Natürlich darf man nicht vergessen, dass diese vier Sterne auf den Landesstandard bezogen sind, aber wir haben uns wirklich wohl gefühlt. Das Zimmer war groß (und wir hatten einen tollen Ausblick!) und sauber, das Frühstücks- und Abendbuffet war lecker, fast jeden Abend fand Unterhaltungsprogramm statt (was wir aber nur einen Abend genutzt haben) und das Personal war freundlich. Besonders toll war der begrünte „Innenhof“ mit Teich und kleinem Wasserfall, von dem es zum Speisesaal ging.

Tage der Ruhe

Den Ankunftstag haben wir noch für einen Spaziergang durch den Ort genutzt und die tolle Aussicht auf die tosenden Wellen von der Promenade aus genossen. Leider hatten wir während der Woche fast immer sehr starken Wind, aber es war trotzdem noch angenehm warm. Über den Strand von Los Cancajos sind wir auch gelaufen und ich kann nur immer wieder betonen, wie toll ich den schwarzen Sand finde. An diesem Strand war ich auch schon als Baby. Tja, und die nächsten Tage sind wir jeden Abend müde und zufrieden ins Bett gefallen, da wir so viel unternommen haben. Ich kann jedem nur empfehlen, sich einen Mietwagen für den Urlaub zu buchen (wir waren mit unserem via Hertz sehr zufrieden). Und so sind wir also um die ganze Insel gefahren,

Vegetation kanarische Inseln
Besonders ist die vielfältige Vegetation – hier Drachenbäume

haben uns die Saline von Fuencaliente angesehen, sind auf dem Kraterrand des Vulkans San Antonio gewandert, haben Lianen und Riesenfarne im Wandergebiet Cubo de la Galga bewundert und auf dem Roque de los Muchachos von oben auf die Wolken gesehen. Im Norden beobachteten wir fast schon ehrfürchtig wie die hohen Wellen gegen die rauen Felsklippen krachten und wie in einem der ältesten Dörfer, El Tablado, die Zeit stehen geblieben ist. Im Westen der Insel konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang direkt am Strand von Tazacorte beobachten und sind dort auch Pottwalen und Delfinen begegnet. Natürlich hat auch der Stadtbummel durch Santa Cruz nicht gefehlt, besonders hat mir dort die Kirche gefallen und die vielen fröhlichen Menschen. Ein besonderer Moment war es für mich auch, als wir vor dem Haus in Tigalate standen in dem ich geboren wurde.

Ein Mal und immer wieder

 

Idyllische Bucht
Der wunderschöne Kontrast

So würde ich jetzt am liebsten noch drei Seiten weiter erzählen, denn ich kann immernoch kaum in Worte fassen, wie sehr mich diese Insel berührt hat. Ich habe mich wirklich zu Hause gefühlt. Nächstes Mal möchte ich auch unbedingt eine Reittour dort unternehmen, die große Wasserfallwanderung machen (die zu der Zeit wegen eines vorhergegangenen Sturms leider gesperrt war) und einem der einheimischen Ziegenbauern zusehen. Da gibt es noch so Vieles… Für David und mich steht fest, dass wir unbedingt wiederkommen werden und dann wohl auch in eine Ferienwohnung anstatt in ein Hotel, um die Ruhe noch mehr genießen zu können und uns vom Zauber dieses Ortes einhüllen zu lassen.

 

 

Alte Höhlenmalereien
Es gibt auch einige Petroglyphen zu finden

 

Einblick in die Stadt Santa Cruz
Die Hauptstadt Santa Cruz (im Sommer durch unzählige Blumen noch viel schöner!)

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