Das Leiden der Badewannen

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Quietscheenten haben FreigangMeine Badewanne. Irgendwie ist das so eine Hass – Liebe zwischen uns. Ich kann nicht ohne sie, aber so richtig zufrieden bin ich mit ihr auch nicht. Schokolade löst dieses Gefühl auch manchmal in mir aus, aber das ist jetzt nicht das Thema… leider.

Worüber ich so in der Wanne nachdenke

Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte, ich lag also gestern – endlich mal wieder – in meiner Badewanne, hatte perfekt temperiertes Wasser, genug Schaum und die richtige Musik. Der perfekte Ort für kreative (und manchmal auch ziemlich absonderliche) Ideen, sodass ich anfing, darüber nachzudenken, ob man nicht ein Badewannenbett erfinden könnte. Groß und mit trockenem Kopfkissen. Man fühlt sich schwerelos, keiner kann dir die Bettdecke wegziehen… in dem Moment fiel mir aber auf, dass mir irgendwie kalt war. An den Knien. Ich drehte mich also auf die Seite, damit meine Knie auch in den Genuss von warmem Wasser kommen konnten – ich lege sehr viel Wert auf Gleichberechtigung – allerdings spürte ich dann keine fünf Minuten später das gleiche Gefühl, diesmal an der Seite meines Oberschenkels. Naja, und so ging das die ganze Zeit weiter – wie immer eigentlich. Ich bin sicher, ihr kennt das Problem auch. Jeder Mensch, der keinen supertollen Mini Privatpool im Badezimmer hat und über 1,60m ist, kennt das. Furchtbar.

Füße in und an der Badewanne

Jedenfalls hörte ich auf, über meine weltverändernde Idee des Badewannenbetts nachzudenken und beschäftigte mich stattdessen mit der Lösung eines echten Problems. Ich kam zu dem Schluss, antike Badewannen sind der entscheidende Punkt.

Ihr habt jetzt bestimmt sofort das Bild einer Wanne im Kopf mit Metallfüßen, freistehend. Oder diese Dinger aus dem Mittelalter wo man sich Eimer über den Kopf kippen musste, aber die meine ich nicht. Ich meine die stylischen Badhighlights. Mal abgesehen von dem dekorativen Potenzial, wisst ihr was diese Wannen in achtzig Prozent der Fälle noch sind? Richtig, groß. Und tief. Und zwar so, dass man tatsächlich seine Zehen, Knie und Brust unter Wasser haben kann – gleichzeitig! Ich weiß, ich dachte auch, das sei unmöglich. Aber es gibt sie wirklich – und zwar gar nicht mal so teuer, wenn man zumindest bei Gebrauchtem schaut. In ganz unterschiedlichen Ausführungen und Materialien.

Alles was man zum baden brauchtZurück ins Mittelalter

Apropos Material – wenn ich mir meine Traumbadewanne erstellen könnte, hätte sie Standfüße, wäre tief und lang genug für mich und ganz nostalgisch aus Holz. Natürlich sollte man dann auf eine haltbare und elastische Versiegelung achten und am besten Lärche oder Teak wählen, da dies sehr harzreiche Holzsorten sind, aber wenn man das beachtet, hat man eigentlich das perfekte Material:

– Stoß- und Schlagunempfindlich

– glatte Oberfläche

– gute Wärmespeicherung (ganz wichtiger Punkt, finde ich…)

– sieht auch mit Kratzern immer noch gut aus

– definitiv ein Hingucker

Zur Not geht immer noch der Kräutergarten

Die aus dem Mittelalter lagen in dem Punkt also doch schon mal gar nicht so verkehrt…

Und wenn es dann doch nicht mehr gefällt, dann könnt ihr immer noch ein sehr dekoratives Kräuter-, Gemüse- oder Blumenbeet daraus machen.
Vielleicht sollte ich das bei meiner nächsten Freiraumgestaltungsvorlesung auch mal vorschlagen, würde manche Betonblock- Golfrasen- Anlagen sicherlich bereichern 😉

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