Billard im barocken Jagdschloss

Platz

barocke WandverkleidungIn meinem vorletzten Artikel habe ich euch ja schon über meinen ersten Tag im sächsischen Schloss Moritzburg berichtet. An Tag zwei habe ich auch noch viel Interessantes entdeckt und erfahren: über Märchen, Geweihe, Billardtische und moderne Museen. Und darüber, dass die Sachsen anscheinend richtig leckeren Kuchen backen können.

Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich als Kind sonntags das Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gesehen habe. Auf jeden Fall war ich immer begeistert von der frechen, mutigen und hübschen Aschenbrödel, den Kleidern und den Pferden. Wie das eben immer so ist ^^. Aber ich wusste bis vor Kurzem nicht, dass die Schlosskulisse des Klassikers in Deutschland liegt. Daher war es für mich am Dienstag sehr spannend, als wir die Aschenbrödel – Ausstellung, die leider vorgestern endete, besuchen konnten.

Pferd, Eule und Taube

der Taubenschlag aus dem Märchen

Mit viel Liebe zum Detail wurden hier Figuren und Szenen des Films nachgestellt und mit Hintergrundinformationen verbunden. Sogar einen Blick in den originalen Pferdestall und den Ballsaal konnte man erhaschen, die ebenfalls mit Figuren und Ton ausgestattet waren. Das echte Drehbuch war ebenfalls dort, natürlich toll, so etwas mal nachlesen zu können, wenn man dabei die Filmszenen im Kopf hat. Auch originale Filmkostüme und Werbeplakate durften wir besichtigen. Das schuf auch nochmal einen ganz anderen Bezug und Blickwinkel auf das Schloss, die mir persönlich sehr gefallen haben.

…Doch der Schornsteinfeger ist es nicht

Aber ich war auch ganz überrascht,Vor dem Königspaar als wir um eine Ecke bogen und plötzlich in einem ganz „modernen“ Ausstellungsbereich standen. Hier tummelten sich vor allem Kinder und Jugendliche, die in einem kleinen Kino kommentierte Filmausschnitte gucken, Schauspielerportraits lesen und Haselnüsse ergattern konnten. Eine projizierte Kassiererin hinter einer alten Kinokasse sprach mit jedem, der lange genug stehen blieb, und interaktive Elemente luden zum Mitmachen ein. Besonders schön fand ich auch die nachgebauten Filmszenen mit Zitaten an der Wand, das rief bei mir immer gleich schöne Kindheitserinnerungen wach.

Mehr als nur eine Ausstellung

Trotz der ausführlichen und liebevollen Ausstellung waren wir natürlich nach wie vor vom Schloss an sich fasziniert (außerdem passte mir leider der sagenumwobene Schuh nicht, was mich etwas frustrierte). Wir entdeckten zum Beispiel noch einen originalen Schlossbrunnen, der in den Fels geschlagen war (im „Keller“ nahe der Küche), sogar mit Grundwasser! Und den ältesten Billardtisch der Welt (auf dem ich gerne meine erste Partie Billard probiert hätte, bei dem Ambiente! Auf meinem Instagram/facebook Kanal findet ihr ein Bild dazu). In meinem Notizbuch wurde die Liste der Dinge, über die ich hier schreiben wollte, immer länger.

Teil der schlosseigenen Ausstellung
Das originale Modell vor dem Umbau zum barocken Jagdschloss

Fakt ist, kein Beitrag kann diesem wundervollen Ort gerecht werden, man muss wirklich mal dort gewesen sein. Ich freue mich auch jetzt schon auf die nächste geplante Ausstellung, die sich speziell mit den Ledertapeten beschäftigen wird und bin unheimlich froh, dass wir ein so beeindruckendes, berühmtes und prächtiges Schloss besuchen durften. Ich kann nur sagen, es ist alles andere als langweilig! Und wenn es doch mal anstrengend wird, gibt es im schlosseigenen Restaurant so einige stärkende Leckereien 😉 (Vor allem der Haselnusskuchen ist zu empfehlen!)…

 

Auf www.schloss-moritzburg.de findet ihr jede Menge interessante Infos, oder auch auf dem YouTube und facebook Kanal des SchloesserlandSachsen

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